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Deutsche Weltallianz German World Alliance

 

Neueste Nachrichten- Latest News

PRESSEMITTEILUNG der DWA

 

Wien, am 01.02. 2016

 

Nachwort zum Gedenktag der Ungarndeutschen

Wassertheurer: „Entschädigungsfrage vielerorts noch nicht geklärt“

 

Seit 2012 veranstaltet Ungarn einen nationalen Gedenktag, der u.a. an die Vertreibung der ungarndeutschen Volksgruppe von 1945/46 erinnern soll. Am 20. Januar 2016 sprach Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban aus diesem Anlass vom Leid und Unrecht, das damals vielen Angehörigen der deutschen Volksgruppe angetan wurde. Harmut Koschyk, Beauftragter der deutschen Bundesregierung für Aussiedler und nationale Minderheiten, sprach von einem „europäischen Beispiel der Vergangenheitsbewältigung“, den dieser nationale Gedenktag darstellt.

Nationale Gedenktage sind nach Meinung von Peter Wassertheurer, Präsident der Deutschen Weltallianz (DWA), wichtig, um die Vertreibungsthematik in der Öffentlichkeit präsent zu halten. Anderseits, so Wassertheurer weiter, können Gedenktage und Gedenkveranstaltungen keine völkerrechtlichen Verpflichtungen ersetzen. Wassertheurer erinnert daran, dass der Großteil der vertriebenen Ungarndeutschen bislang von Budapest keine Wiedergutmachung in Form einer Restitution oder einer finanziellen Entschädigung erhalten hat. Mit Gedenktagen alleine kann man das einstige Unrecht nicht wiedergutmachen.

 

PRESSEMITTEILUNG der DWA

 

Wien, am 28.10. 2015

 

Österreich muss für Südtirol Schutzmacht bleiben

 

Wien darf sich nicht neuerlich aus seiner historischen Verantwortung stehlen

 

In einem kürzlich in der österreichischen Tageszeitung Die Presse erschienen Beitrag „Kehrtwende in Österreichs Südtirol-Politik“ vertritt Reinhard Ott die Meinung, dass Österreich seine Schutzmachtfunktion gegenüber Südtirol aufgegeben hat. Ott bezieht sich in seiner Argumentation auf eine Südtirol-Entschließung des österreichischen Nationalrats vom 8. Juli 2015. Darin wird die Autonomie als eine „besonders gelungene Form der Selbstbestimmung“ hervorgehoben.

 

Wenn also Wien das Autonomie-Paket als gelungene Form der Selbstbestimmung interpretiert, dann muss nach Meinung von DWA-Präsidenten Peter Wassertheurer daran erinnert werden, dass das Selbstbestimmungsrecht, wie es nicht nur die Südtiroler nach dem Ersten Weltkrieg gefordert hatten, historisch eine ganz andere Bedeutung hatte. In Wirklichkeit gab es die Südtiroler seit 1918 nie die Möglichkeit das Selbstbestimmungsrecht auszuüben. Südtirol wurde als Kriegspfand Italien territorial eingegliedert und die Südtiroler hatten diesen Gewaltakt der Siegermächte, übrigens genauso wie die Sudetendeutschen oder die Deutsch-Untersteirer, gegen ihre Willen zu akzeptieren. Die Siegerjustiz von 1918 lebte bis heute in Südtirol fort! Selbstbestimmt haben die Südtiroler somit gar nichts.

 

Wenn sich Wien nunmehr mit der, wie es im Beschluss vom 8. Juli 2015 heißt, „Selbstgesetzgebung und Selbstverwaltung“ der Südtiroler zufrieden gibt, nimmt man den Südtirolern, wie Ott richtig schreibt, endgültig den Rechtsanspruch auf Gewährung und Ausübung des Selbstbestimmungsrechts.

 

In der Politik spielen Symbole eine wichtige Rolle. Österreich als Schutzmacht Südtirols ist seit dem Gruber-DeGasperi-Abkommen ein Teil der Identität Südtirols. Gibt man diese Funktion leichtfertig auf, besteht nach Wassertheurer die große Gefahr einer weiteren „Aushöhlung der Autonomie“, was einem radikalen Angriff auf das Deutschtum in Südtirol gleich kommt. Die österreichische Schutzmachtfunktion für Südtirol muss daher bleiben, um den Anspruch auf das nationale Selbstbestimmungsrecht der Südtiroler auch künftig zu wahren.

 

 

 

 

 

 

Wien, 4. Dezember 2014

Interview mit DWA Präsident Dr. Wassertheurer im Eckart (Hier klicken)

 

 

Wien, 25. November 2014

Pressemitteilung der DWA

Diskriminierung durch sprachliche Verklärung der ethnischen Abstammung

DWA fordert von Medien mehr Sensibilität und weniger Diskriminierung

 

Die Art der medialen Berichterstattung über den Wahlsieg von Klaus Johannis in Rumänien hat neuerlich gezeigt, dass vor allem Angehörige von deutschen Minderheiten in der Bezeichnung ihrer ethnischen Identität und Abstammung diskriminiert werden. Für sie wird vornehmlich das pejorative Attribut „deutschsprachig“ verwendet, wodurch ihre ethnische Abstammung verleugnet wird. Aus einem Siebenbürger Sachsen wird so ein deutschsprachiger Rumäne. „Einer solchen Entwicklung muss entgegen gesteuert werden, weil die Angehörigen einer deutschen Minderheit in ihren Heimatländern sehr wohl teils in der Verfassung oder in der nationalen Minderheitengesetzgebung als Deutsche bezeichnet werden und als solche auch Minderheitenrechte beanspruchen können“, meint DWA-Präsident Peter Wassertheurer. Freilich bilden EU-Mitgliedsländer wie Slowenien eine unrühmliche Ausnahme, ohne dass sich in Brüssel, Berlin oder Wien jemand daran stört! Außerdem sei, so Wassertheurer weiter, zu berücksichtigen, dass über 14 Millionen Angehörige der heute noch als Reste in den Ländern Ostmittel-, Südost- und Osteuropas lebenden Deutschen 1945 als Deutsche vertrieben, als Deutsche verfolgt und schließlich als Deutsche entschädigungslos enteignet wurden.

 

Wassertheurer fordert daher vor allem von den etablierten Medien in Deutschland und Österreich ein Ende der sprachlichen Diskriminierung von Deutschen, die als Angehörige einer deutschen Volksgruppe außerhalb der Grenzen Deutschlands leben. „Schließlich schreibt man ja auch von den Burgenlandkroaten oder den Slowenen in Kärnten, um so ihrer ethnischen und kulturellen Identität gerecht zu werden“, meint Wassertheurer.

 

„Wenn heute in Deutschland oder Österreich ein Türke wie selbstverständlich in den meinungsbildenden, staats- und parteinahen Medien als Deutscher oder Österreicher bezeichnet wird, ist es nicht verständlich, warum ein Siebenbürger Sachse dort nicht als Deutscher bezeichnet werden soll“, kritisiert Wassertheurer abschließend. Wer das dennoch tut, macht sich nach Wassertheurer einer latenten Diskriminierung von Deutschen schuldig.