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PRESSEMITTEILUNG der DWA

Wien, am 25.02. 2015

„Je suis Gottschee!“

Deutsche Denkmäler neuerlich in Slowenien geschändet

 

Die Deutsche Weltallianz (DWA) verurteilt in aller Schärfe die Aggressionen und den Vandalismus, die sich zuletzt gegen die deutsche altösterreichische Volksgruppe in Slowenien richteten. Diesmal wurden in einem feigen, rassistisch motivierten Anschlag eine Kapelle und eine Gedenktafel in Oberblaschewitz (südlich von Laibach) in der Gottschee geschändet. Die Gedenktafel dient der Versöhnung und erinnert an die Tragödie der Gottscheer Volksgruppe nach dem Zweiten Weltkrieg.

 

Für Peter Wassertheurer, Präsident der DWA, ist der aktuelle Vandalenakt leider nur die Fortsetzung einer ganzen Serie von Anschlägen gegen die deutsche altösterreichische Volksgruppe in Slowenien. Auch in der Vergangenheit wurden immer wieder Einrichtungen und Gedenkstätten dieser Volksgruppe mit Nazi-Parolen beschmiert. Zuletzt wurde sogar ein erst 13-jähriges Mitglied des deutschen Kulturvereins in Cilli (Celje), wie dessen Obmann Andrej Ajdič berichtete, in der Schule als „verdammte Deutsche“ beschimpft, was nach Wassertheurer einen traurigen Höhepunkt der verbalen Entgleisungen gegen Mitglieder der deutschen altösterreichischen Volksgruppe darstellt. „Das darf in einem EU-Mitgliedsstaat einfach nicht passieren“, meint dazu Wassertheurer.

 

Die DWA hat schon mehrmals darauf hingewiesen, dass vor allem der diskriminierende Status der deutschen altösterreichischen Volksgruppe, die seit 20 Jahren vergeblich um eine Anerkennung als autochthone Volksgruppe kämpft, dazu beiträgt, dass die Deutschen in Slowenien immer wieder Angriffen von slowenisch-nationaler Seite ausgeliefert sind.

 

Wassertheurer fordert von der österreichischen Diplomatie und Außenpolitik einen größeren Einsatz für die Landsleute in Slowenien und eine klare Verurteilung der Übergriffe gegenüber slowenischen Regierungsstellen.

 

 

Wien, 4. Dezember 2014

Interview mit DWA Präsident Dr. Wassertheurer im Eckart (Hier klicken)

 

 

Wien, 25. November 2014

Pressemitteilung der DWA

Diskriminierung durch sprachliche Verklärung der ethnischen Abstammung

DWA fordert von Medien mehr Sensibilität und weniger Diskriminierung

 

Die Art der medialen Berichterstattung über den Wahlsieg von Klaus Johannis in Rumänien hat neuerlich gezeigt, dass vor allem Angehörige von deutschen Minderheiten in der Bezeichnung ihrer ethnischen Identität und Abstammung diskriminiert werden. Für sie wird vornehmlich das pejorative Attribut „deutschsprachig“ verwendet, wodurch ihre ethnische Abstammung verleugnet wird. Aus einem Siebenbürger Sachsen wird so ein deutschsprachiger Rumäne. „Einer solchen Entwicklung muss entgegen gesteuert werden, weil die Angehörigen einer deutschen Minderheit in ihren Heimatländern sehr wohl teils in der Verfassung oder in der nationalen Minderheitengesetzgebung als Deutsche bezeichnet werden und als solche auch Minderheitenrechte beanspruchen können“, meint DWA-Präsident Peter Wassertheurer. Freilich bilden EU-Mitgliedsländer wie Slowenien eine unrühmliche Ausnahme, ohne dass sich in Brüssel, Berlin oder Wien jemand daran stört! Außerdem sei, so Wassertheurer weiter, zu berücksichtigen, dass über 14 Millionen Angehörige der heute noch als Reste in den Ländern Ostmittel-, Südost- und Osteuropas lebenden Deutschen 1945 als Deutsche vertrieben, als Deutsche verfolgt und schließlich als Deutsche entschädigungslos enteignet wurden.

 

Wassertheurer fordert daher vor allem von den etablierten Medien in Deutschland und Österreich ein Ende der sprachlichen Diskriminierung von Deutschen, die als Angehörige einer deutschen Volksgruppe außerhalb der Grenzen Deutschlands leben. „Schließlich schreibt man ja auch von den Burgenlandkroaten oder den Slowenen in Kärnten, um so ihrer ethnischen und kulturellen Identität gerecht zu werden“, meint Wassertheurer.

 

„Wenn heute in Deutschland oder Österreich ein Türke wie selbstverständlich in den meinungsbildenden, staats- und parteinahen Medien als Deutscher oder Österreicher bezeichnet wird, ist es nicht verständlich, warum ein Siebenbürger Sachse dort nicht als Deutscher bezeichnet werden soll“, kritisiert Wassertheurer abschließend. Wer das dennoch tut, macht sich nach Wassertheurer einer latenten Diskriminierung von Deutschen schuldig.