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 Fur ihr ja zu Osterreich - 54 Tote am 4.3.1919:

Sudetendeutsche Landsmannschaft in Österreich (SLÖ)

 

 

 

 

 

 

Redaktion, Herausgeber, Medieninhaber:

Sudetendeutsche Landsmannschaft in Österreich (SLÖ)

Bundespressereferat : A-1030 Wien, Steingasse 25

Telefon: 01/ 718 59 19 * Fax: 01/ 718 59 23

E-Mail: pressedienst@ sudeten.at

ZVR-Zahl: 366278162

Wien, am 27. Feber 2009

 

1) DER ANLASS ZUR MAHNWACHE AM 4. MÄRZ 2008 VOR DEM WIENER PARLAMENT

 

54 Tote am 4.3.1919 in Böhmen für ihr JA ZU ÖSTERREICH

 

Am 4. März 1919 trat im Parlament in Wien die erste Nationalversammlung Österreichs nach dem ersten Weltkrieg zusammen.

Die von der deutschsprachigen Bevölkerung gewählten Volksvertreter der von den Tschechenokkupierten Gebiete Österreichs wurden an der Teilnahme an der Nationalversammlung in Wien gehindert. Das führte in den deutschsprachigen Gebieten der neuen Tschecho≈Slowakei zum Generalstreik und zu friedlichen Demonstrationen.

 

Tschechisches Militär schoss u.a. in den Deutsch-Österreichischen Städten Kaaden, Mährisch Sternberg, Karlsbad, Eger, Mies, Arnau und Aussig/ad Elbe in die Menge, die für den Verbleib bei Österreich und für das versprochene Selbstbestimmungsre cht demonstrierten, töteten 54 Personen zwischen 11 und 80 Jahren und verletzten Hunderte weitere Menschen.

Die Sudetendeutschen begehen seither jeden 4. März als Tag des Selbstbestimmungsre chts.

 

2) DER HINTERGRUND

 

3,5 Millionen deutschsprachige Österreicher in Böhmen und Mähren wurden samt ihrem Eigentum zwischen 1. November 1918 und 31. Jänner 1919 gewaltsam vom Staat Österreich abgetrennt, ihr Siedlungsgebiet wurde durch tschechische Truppen besetzt und dem von den Siegern des 1. Weltkrieges am grünen Tisch des Friedensdiktates von St. Germain neu erfundenen Staat „Tschecho

≈Slowakei“ angegliedert. Dadurch begann für die deutschsprachigen Österreicher ein Jahrzehnte langer Leidensweg der Benachteiligung, Unterdrückung, massiv gezielter tschechischer Unterwanderung.

 

 Zig-tausende deutschsprachige Beamte wurden in den ehemals österreichischen Gebieten gekündigt, da sie nicht in 6 Monaten Tschechisch lernen konnten.

 

 Investitionen in Schulen, Bildung und Wirtschaft erfolgten vom Tschecho≈Slowakischen Staat in erster Linie für tschechische Einrichtungen und Neuansiedlungen in bis dahin rein deutschen Gebieten unter krasser Benachteiligung der deutschsprachigen Volksgruppe.

 

 Die Einwanderung tschechischer Neuansiedler in bis dahin rein deutschsprachige Gebiete wurde von vom Tschecho≈Slowakischen Staat forciert unterstützt um die deutsche Kultur dort auszumerzen.

 

 Die von den deutschsprachigen Österreichern verlangte Autonomie wurde Ihnen vollständig verweigert, obwohl sie im 14-Punkte Plan des US Präsidenten Wilson schriftlich zugesichert wurden.

 

 Aus Protest gegen diese und ähnliche Unterdrückungsmaßnahmen haben die USA das Friedensdiktat von St. Germain bis heute nicht ratifiziert. Dieser Vertrag wurde der Österreichischen Regierung unter Dr. Karl Renner 1919 als Diktat der Siegermächte nach dem von Österreich-Ungarn verlorenen Ersten Weltkrieg aufgezwungen. Darin wurde u.a. festgehalten, dass Österreichs deutschsprachige Gebiete in Böhmen, Mähren und Österreich-Schlesien von Österreich (gegen den Willen deren Bewohner) abgetrennt wurden.

 

3) DIE FOLGEN

 

Die Unterdrückung der 3,5 Millionen deutschsprachigen Österreicher in Böhmen und Mähren durch die Tschechen war insbesondere nach der Machtergreifung Hitlers 1933 in Deutschland ein willkommener Anlass für die deutschen Nationalsozialisten, den Anschluss dieser Gebiete mit allen Mitteln anzustreben.

 

Dieser wurde im Herbst 1938 im Münchener Abkommen mit der britischen, französischen und der italienischen Regierung vereinbart. Grundlage bildete ein davor erfolgter Notenwechsel zwischen den Briten und Franzosen und der tschechischen Regierung zur Abtretung der mehrheitlich deutschen Randgebiete der CSR an Deutschland.

 

Am 15. März 1939 besetzte Hitler die Rest-CSR und bildete das Protektorat Böhmen und Mähren. Am Ende des 1939 von der deutschen nationalsozialistis chen Regierung mit dem Überfall auf Polen begonnen 2. Weltkrieges folgte schlussendlich 1945/46 die gewaltsame Vertreibung dieser ehemaligen deutschsprachigen Österreicher aus ihrer Heimat, ihre vollständige Beraubung, Versklavung und die Ermordung von mehr als 241.000 dieser ehemaligen österreichischen Bürger.

 

Weder die Täter des 4. März 1919, noch die Täter der Vertreibung und der Ermordungen von 1945/46 wurden jemals angeklagt oder gar verurteilt. Die bis heute in Tschechien wirksamen „Beneš-Dekrete“, die diese Taten als „Im Sinne der Tschechischen Nation“ bezeichnen, haben das bis heute erfolgreich verhindert.

 

Stenographisches Protokoll zur 3. Sitzung (Trauerkundgebung) Konst. NV 1919 – 20 Wien, 12. März 1919

 

(Seitz:) Hohes Haus! Die Republik Deutschösterreich hat abermals einen sehr schweren Verlust erlitten. (Die Versammlung erhebt sich.) Kaum ist der Krieg beendet, in dem die österreichischen Deutschen so schwere Opfer an Leben, Blut und Gesundheit der Bürger gebracht haben, und schon stehen wir abermals an offenen Gräbern. Im nördlichen Teile unseres Vaterlandes, in Deutschböhmen, sind Bürger in der Verteidigung des heiligsten Rechtes der Völker, des Selbstbestimmungsre chtes, gefallen, niedergemetzelt, hingemordet von volksfremden Soldaten.

 

Das deutsche Volk in Österreich führt einen schweren Kampf um sein Selbstbestimmungsre cht, es ist im Süden und Norden schwer bedroht von Völkern, die der Ansicht sind, dass es auch fernerhin möglich sei, ein anderes Volk zu unterjochen. Insbesondere in Böhmen glaubt der tschechoslowakische Imperialismus, das deutsche Volk zu Heloten herabwürdigen, ihm eine fremde Gewaltherrschaft auferlegen zu können.

 

 

 

 

 

 

 

 Sudetendeutsche Landsmannschaft in Osterreich (SLO) 

 

Die Sudetendeutsche Landsmannschaft in Österreich (SLÖ) ist ein Vertriebenenverband, mit dem Anspruch, in Österreich lebende Sudetendeutsche bzw. deren Nachkommen zu vertreten. Sie ist Mitglied des Verbandes der Volksdeutschen Landsmannschaften Österreichs (VLÖ), überparteilich und gliedert sich in einen Bundesverband und in neun Landesverbände (Kärnten, Oberösterreich, Salzburg, Steiermark, Tirol, Wien, Niederösterreich, Burgenland und den Bund der Südmährer). Bundesobmann ist seit 2000 Gerhard Zeihsel (FPÖ).

 

Als Ziel hat sich die SLÖ unter anderem gesetzt „unabhängig von Abkommen und Verträgen, den legitimen Anspruch der Sudetendeutschen auf ihre angestammte Heimat“ einzufordern. Am 5. Dezember 1975 wurde von der Landsmannschaft bei den Vereinten Nationen eine Petition eingebracht, in der die „Rückkehr in ihre Heimstätten und […] Rückgabe des ihnen geraubten Vermögens“ verlangt wurde. Eine weitere zentrale Forderung der SLÖ ist bis heute die Annullierung der „Beneš-Dekrete“ durch die tschechische Regierung.

 

Im „Haus der Heimat“ in Wien, Sitz der SLÖ wie auch des VLÖ und weiterer landsmannschaftlicher Vertriebenenverbände, wurde ein „Dokumentationsarchiv der Sudetendeutschen“ eingerichtet, welches den Zweck hat, alles zur Kultur und Geschichte der Sudetendeutschen zu sammeln und zu dokumentieren. Um den Dialog mit der alten Heimat zu fördern unterhält die Sudetendeutsche Landsmannschaft in Prag ein „Begegnungszentrum“.

 

 

 

 

 

 

 

   

 

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