5. Juni, 2005Weltflüchtlingstag
Der UNO Hochkommissar fuer Flüchtlinge hat den 20. Juni 2005 zum Internationalen Tag der Flüchtlinge erklaert, um der Lage von rund 20 Millionen Menschen zu gedenken, die heute als Flüchtlinge oder Zwangsumgesiedelte obdachlos sind, deren Menschenrechte ständig verletzt werden und die grossen Gefahren sogar ihres Lebens ausgesetzt sind.
Die Deutsche Weltallianz nimmt diese Gelegneheit wahr, der mehr als 15 Millionen von deutschen Flüchtlingen und Vertriebenen zu gedenken, die zu Ende des Zweiten Weltkrieges ihre Heimat verloren haben müssen.
Die DWA weist auf die Tasache hin, daß als direktes Ergebnis der Handlungsweise der Vereinten Nationen 1945 Millionen Deutsche zu Flüchtlingen wurden, unterworfen einer erzwungen "Umsiedlung" aus ihren 700 jaeherigen angestammten Siedlungsgebieten in Ostpreussen, Pommern, Schlesien, Ostbrandenburg, Danzig, Memelgebiet und Sudetenland, wie auch weitere Millionen Deutsche, die auf brutale Weise aus Rumänien, Jugoslawien und Ungarn vertrieben wurden. Über eine Million wurde in andere Länder deportiert, wo sie für viele Jahre als Zwangsarbeiter vegetierten.
Mehr als zwei Millionen der Vertriebenen , einschliesslich Frauen, Kinder und alte Leute, haben dabei nicht überlebt. Sie kamen um als direkte Folge von Vergewaltigung und anderer Gewaltanwendung, Internierung in unhygienischen provisorischen Unterkünften, sie starben an Hunger, Entblössung, Misshandlungen, Müdigkeit und anderen Ursachen. Weitere zwei Millionen Deutsche, deren Vorfahren im 17. Jahrhundert nach Russland ausgewandert waren, die Russlandddeutschen am Schwarzen Meer und die in der sowjtischen Wolgarepublik, waren bereits früher nach Sibirien, Kasachstan und andere Gebite im asiatischen Teil der Sowjetunion deportiert worden, wo sie unter KZ ähnlichen Bedingungen lebten.
Nur wenige Stimmen - hervorzuheben sind Victor Gollancz, Erzbischof Bell von Canterbury, US Botschafter Robert Murphy - haben vom Schicksal dieser unschuldigen Deutschen Notiz genommen. Sie wurden dieser unmenschlichen und kriminellen Behandlung ausgesetzt nur, weil sie Deutsche waren. Die Vertreibung erfolgte unter dem Vorwand, daß die Deutschen für die Verbrechen des Hitler-Regimes bezahlen müßten. Viele der Vertriebenen leidenheute noch immer unter dem Trauma der Vertreibung. Viele wanderten nach USA, Kanada oder Australien aus. Ueber zwölf Millionen haben ihr zerüttetes Leben in Österreich, der Bundesrepublik Deutschland und der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik wieder aufgebaut. Sechzig Jahre nach der Vertreibung erwarten die deutschen Flüchtlinge und deren Nackommen Anerkennung als Opfer schwerer politischer Ungerechtigkeit.
Deutsche, mehr als andere Völker auf diesem Planeten, wissen, was es heisst, die Heimat zu verlieren und durch ethnische Säuberung zu Flüchtlingen zu werden. Deutsche weltweit unterstützen die Bemühunghen des UNO Hochkommissars im Namen aller Flüchtlinge, die freiwillige Repatriierung zu koordiniern und das Recht auf Rueckkehr in die Heimat zu unterstützen. Wie schon der erste UNO Hochkommissar fuer Menchenrechte, Jose Ayala Lasso, 1995 zu den deutschen Flüchtlingen und Vertriebenen sagte: "Das Recht auf die Heimat ist ein fundamentales Menschenrecht". Die DWA sieht sich verpflichtet, das Heimatrecht für alle Völker der Welt zu verwirklichen.
Alfred de Zayas
