German World Alliance / Deutsche Weltallianz

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Wien, 15 Mai 2013

DWAPressemitteilung der Deutschen Weltallianz

 

Landesausstellung 2013 in Oberösterreich mit DWA-Beteiligung

Wassertheurer: „Wichtige Impulse neu entdecken“


Vom 26. April bis 3. November 2013 findet die Landesausstellung Alte Spuren – Neue Wege statt, die gemeinsam mit dem österreichischen Bundesland Oberösterreich und der Republik Tschechien veranstaltet wird. Im Vordergrund stehen die engen kulturellen und wirtschaftlichen Beziehungen zwischen dem Mühlviertel und Südböhmen, also von zwei historisch fruchtbaren Regionen, die über Jahrhunderte hinweg bis zur Katastrophe von 1945 über ein enges Beziehungsgeflecht verfügten. An mehreren Veranstaltungsorten diesseits und jenseits der oberösterreichisch-tschechischen Grenze wird den Besuchern diese gemeinsame Geschichte vorgestellt.


Begleitend zur Ausstellung wurde ein umfangreicher Ausstellungskatalog mit wissenschaftlichen Beiträgen von österreichischen und tschechischen Experten hergestellt. Auch Peter Wassertheurer, Präsident der Deutschen Weltallianz (DWA), ist mit einem Beitrag zur Thematik der Vertreibung der Sudetendeutschen vertreten, wobei Wassertheurer diese Tragödie vornehmlich aus der österreichischen Sicht beschreibt.


Es war auch meine Initiative im August 2012, die dafür sorgte, dass die Sudetendeutsche Landsmannschaft (SL) in Oberösterreich vom oberösterreichischen Ausstellungskuratorium über die verantwortliche Stelle in der oberösterreichischen Landesregierung eingeladen wurde, aktiv an der Ausstellung mitzuarbeiten“, erklärt Wassertheurer weiter. „Ich möchte mich an dieser Stelle vor allem bei Herrn Mag. Christoph Benedikter bedanken, der als einer der wissenschaftlichen Leiter dieser Ausstellung mithalf, die Anliegen der Sudetendeutschen in der Ausstellung im Rahmen der Möglichkeiten zu integrieren“, ergänzt Wassertheurer zum Angebot der oberösterreichischen Landesregierung an die Sudetendeutsche Landsmannschaft (SL) in Oberösterreich.


Am 15. September 2013 erhielt Wassertheurer schließlich folgende Mitteilung aus der oberösterreichischen Landesregierung zugeschickt: „Wie mir Herr Mag. Benedikter mitgeteilt hat, wurde zwischenzeitlich eine Vorgangsweise festgelegt, wie im Rahmen der Landesausstellung 2013 weiter mit den thematischen Anliegen des Böhmerwaldbundes umgegangen wird. Ich halte die vereinbarte Vorgangsweise für sinnvoll und bedanke mich für die konstruktive Zusammenarbeit.“ Das war die offizielle Einladung an die Sudetendeutschen!



Schließlich musste ich bei meinem ersten Gespräch mit der SL in Oberösterreich feststellen, dass die SL nicht in die Vorbereitungen zur Ausstellung eingebunden war. Ein großartig angekündigtes Projekt eines ehemaligen Nationalratsabgeordneten, bei dem den Sudetendeutschen ein ehemaliger Bauernhof auf südböhmischer Seite als Ausstellungsraum zur Verfügung hätte stehen sollen, war nämlich nach dessen Abgang klang- und sanglos untergegangen“, meint Wassertheurer, der sich abschließend darüber erfreut zeigt, „dass die DWA indirekt über seine Person bei dieser Landesausstellung vertreten ist.“


Mehr Information über die Ausstellung: www.landesausstellung.com


 

Wien, 7 Mai 2013

DWAPressemitteilung der Deutschen Weltallianz

 

 

Rumänische Wiedergutmachungsleistung für Zwangsarbeiter

DWA: „Nicht viel, aber sie hilft den Betroffenen“


Anfang April 2013 wurde im rumänischen Parlament ein Entschädigungsgesetz für jene Personen beschlossen, die ab dem Herbst 1944 zur Zwangsarbeit in die Sowjetunion deportiert wurden. Aus dem rumänischen Raum waren es vor allem zehntausende Siebenbürger Sachsen und Banater Schwaben. Rumänien half den Sowjets damals bei der Durchführung dieser Zwangsaktion, weshalb Rumänien bis heute eine moralische Mitverantwortung trägt, zu der sich Bukarest im Unterschied zu anderen ehemaligen kommunistischen Regimen in Ost-, Ostmittel- und Südosteuropa bekennt.


Die ehemaligen GULAG-Zwangsarbeiter erhalten monatlich eine Entschädigungszahlung auf ihre Renten von 50 Euro. „Das ist zwar nicht viel Geld, wenn man bedenkt, welche Sklavenarbeit die betroffenen Volksdeutsche unter unmenschlichsten Bedingungen zu verrichten hatten. Berücksichtigt man aber die wirtschaftliche Lage für alte Menschen in Rumänien, ist ein Betrag von 50 Euro zusätzlich zur Pension eine große Hilfe“, meint DWA-Präsident Peter Wassertheurer. Einen wesentlichen Beitrag zum Zustandekommen dieses Entschädigungsgesetzes kam von Seiten des Verbandes der Siebenbürger Sachsen in Deutschland, für den die DWA große Anerkennung für diese Leistung ausspricht.


Wien, 23 April 2013

DWAPressemitteilung der Deutschen Weltallianz

 

Deutsche Minderheit im Baltikum nach wie vor präsent


Deutsche Parlamentarier bereisten kürzlich alle drei baltischen Staaten mit den Schwerpunktthemen ethnische Minderheiten und deutsches Kulturerbe. Sie entdeckten noch letzte Spuren deutschen Lebens im Baltikum. Die Deutschen in den drei baltischen Staaten waren bereits vor dem Zweiten Weltkrieg auf Grundlage eines deutsch-sowjetischen Vertrages „heim-ins-Reich“ zum großen Teil umgesiedelt worden.


Im Baltikum existiert nach wie vor eine kleine, aber sehr aktive deutsche Minderheit, die zudem gut integriert ist. In Estland leben noch 1.900 Menschen mit deutschen Wurzeln, in Lettland 4.000 und in Litauen 2.100, davon knapp 80 sogenannte Wolfskinder“, informiert einer der Teilnehmer der deutschen Delegation.


So stellt etwa das Hermann-Suderman-Gymnasium im ehemaligen Memel, litauisch Klaipeda, ein Leuchtturmprojekt dar, das vom deutschen Kulturverein betrieben wird. Die Nachfrage übersteigt das Angebot der zweisprachigen Einrichtung mit derzeit 550 Schulplätzen bei weitem. Daher wurde die Einführung eines dritten Deutschzugs angesprochen.


Auch das deutsche Kulturerbe ist in allen drei baltischen Ländern präsent und wird gepflegt. Etwa das im Zweiten Weltkrieg zerstörte „Schwarzhäupterhaus“ in Riga wurde nach der 1991 wieder erlangten Unabhängigkeit Lettlands originalgetreu rekonstruiert. Oder das Stadtarchiv im früheren Reval (Tallinn), das sich in vorbildlicher Weise dem Erhalt wertvoller Dokumente wie Briefe Martin Luthers oder lübischer Urkunden annimmt.


Die bundesdeutsche Delegation unterstützt den von hochrangigen Gesprächspartnern geäußerten Wunsch, den Kulturaustausch mit Deutschland zu verstärken, da die baltischen Staaten historisch eng mit Deutschland verknüpft und eine wichtige Brücke nach Skandinavien und Russland sind. Zudem genießt die Bundeskanzlerin vor Ort ein hohes Ansehen.


Von den tausenden sogenannten Wolfskindern, die am Ende des Zweiten Weltkrieges ihre Eltern in Ostpreußen verloren und in den Wäldern Litauens Zuflucht gesucht haben, leben noch knapp 80 und erhalten vom litauischen Staat eine kleine Zusatzrente.


Die Deutschen Weltallianz ist über die Pressearbeit ständig in Kontakt mit den deutschen Volksgruppen im Baltikum“, erklärt DWA-Präsident Peter Wassertheurer.


Wien, 19 April 2013

DWAPressemitteilung der Deutschen Weltallianz

 

Mit Kroatien nächster Vertreiberstaat in die Europäische Union (EU)

DWA: „Unrechtsdekrete und Entschädigungsfragen ungelöst geblieben -

aber auch zu lasche Haltung der donauschwäbischen Verbände “


Die Republik Kroatien wird nach der Aufgabe des slowenischen Vetos Mitglied der Europäischen Union (EU) werden. Abermals, und darauf weist die Deutsche Weltallianz (DWA) mit Nachdruck hin, sind historisch belastete Fragen ignoriert worden.


„Damit wiederholt sich das, was bereits beim Beitritt von Tschechien, der Slowakei, Slowenien, Ungarn und Polen der Fall war“, kritisiert DWA-Präsident Peter Wassertheurer, der an dieser Stelle auf das Unrecht der Vertreibung der deutschen Bevölkerung aus den Ländern Ostmittel-, Südost- und Osteuropas sowie die kollektive, entschädigungslose Enteignung des Vermögens hinweist. Bei allen bisherigen Erweiterungsrunden seit der Wende von 1989/90 sind die Forderungen der deutschen Heimatvertriebenen unberücksichtigt geblieben. Weder Deutschland noch Österreich haben sich bei den Beitrittsverhandlungen für deren Interessen stark gemacht. „Damit bleibt die Rechtswirksamkeit von rassistisch motivierten Enteignungsdekreten (Beneś-Dekrete, Avnoj-Bestimmungen, Bierut-Dekrete) weiterhin aufrecht – und das in einer Gemeinschaft wie der EU, die sich gern und oft als Wertegemeinschaft definiert!“, erklärt Wassertheurer weiter.


Das gilt jetzt auch im Fall von Kroatien. Das kroatische Parlament hat sich zwar in der Vergangenheit in einer Erklärung von den Verbrechen des kommunistischen Tito-Regimes distanziert, hält aber nach wie vor an den Vermögensverhältnissen fest, die auf Grundlage der Avnoj-Bestimmungen und der daraus resultierenden Vermögensgesetze nach 1945 geschaffen wurden. Das Unrecht der kollektiven Enteignung bleibt damit aufrecht.


„Was die Interessen der Heimatvertrieben jedoch angeht, hatten weder Wien noch Berlin wirklich Interesse an einer Lösung, weil beiden die Belange der Heimatvertriebenen anscheinend nicht wichtig genug sind“, kritisiert Wassertheurer, der aber auch die lasche und selbstgefällige Haltung der Vertriebenenorganisationen wie des Weltdachverbandes der Donauschwaben, der Donauschwäbischen Landsmannschaft in Deutschland oder der Donauschwäbischen Arbeitsgemeinschaft in Österreich (DAG) in die Verantwortung nimmt, die zum Thema EU-Beitritt Kroatien seit Monaten überhaupt nicht mehr präsent sind und mit ihrem Schweigen Zustimmung signalisieren.

 

Wien, 15 April 2013

DWAPressemitteilung der Deutschen Weltallianz

 

Fortsetzung der zahnlosen österreichischen Diplomatie

bei deutscher altösterreichischer Minderheit in Slowenien

DWA: „Es braucht mehr Druck auf die slowenische Regierung, eine stärkere Lobby in Brüssel und mehr direkte Unterstützung aus Wien und Berlin!“


Österreichs Staatssekretär Reinhard Lopatka (Österreichische Volkspartei, ÖVP) besuchte erst kürzlich Vertreter der deutschen altösterreichischen Volksgruppe in Laibach. Abermals wurde der minderheitenfeindliche Status der deutschen Volksgruppe in Slowenien angesprochen. Die Thematik ist ebenso ungeheuerlich wie bekannt: Seit über 20 Jahren ringt die kleine deutsche altösterreichische Volksgruppe in Slowenien um ihre Anerkennung als Minderheit in der Verfassung der Republik Slowenien. Das slowenische Regime in Laibach verweigerte aber eine solche Zuerkennung, obwohl Slowenien Mitglied der Europäischen Union (EU) ist und sich in zahlreichen internationalen Abkommen zum Minderheitenschutz verpflichtet hat.


Lopatka sind die Sorgen seiner Landsleute in Slowenien nicht unbekannt, weil seit Jahren schon von der Deutschen Weltallianz (DWA) und anderen auf dieses eklatante Unrecht im Herzen Europas hingewiesen wird. Lopatkas Äußerungen lassen aber wenig Hoffnung aufkommen, wenn er u.a. gegenüber den Medien meinte: „Der nächste Schritt ist, dass hier in slowenischen Dokumenten schon die Rede ist von der ethnischen Minderheit, die es hier gibt; und der letzte Schritt, das braucht vielleicht noch einige Zeit, ist dann wirklich die Anerkennung der deutschsprachigen Minderheit hier in Slowenien.“


Für Peter Wassertheurer, Präsident der DWA, sind diese Worte lediglich die Fortsetzung der bisherigen, wenig erfolgreichen österreichischen Diplomatie in dieser Frage. „Solche und ähnliche Stellungnahmen hat man auch schon von anderen österreichischen Politikern gehört, ohne dass es zu einer Verbesserung der Lage der deutschen Volksgruppe in Slowenien kam“, kritisiert Wassertheurer. Wassertheurer vermisst seit jeher „einen genauen Fahrplan“, der zwischen Wien und Laibach festlegt, „wie und bis wann der deutschen altösterreichischen Volksgruppe in Slowenien endlich der autochthone Volksgruppenstatus zuerkannt wird, um diesen unbefriedigenden Zustand endlich zu beenden.“ Wassertheurer fordert an dieser Stelle von der österreichischen Außenpolitik „mehr Lobbyarbeit in Brüssel und einen Schulterschluss mit Berlin, um den Druck auf Slowenien zu erhöhen.“ Die Zeit der „ständigen Vertröstungen auf den Nimmerleinstag muss endlich ein Ende haben“, unterstreicht Wassertheurer, indem er die Situation der ungarischen und italienischen Volksgruppe in Slowenien anspricht.


Die Deutschen in Slowenien verweisen nämlich zurecht immer wieder auf das Beispiel der ungarischen und italienischen Volksgruppe, die eine solche Anerkennung genießen und damit großzügige Subventionen seitens der slowenischen Regierung bekommen – die ungarische und italienische Volksgruppe haben umfangreiche Rechte und staatliche Subventionen für Schulbildung in der Muttersprache, eigene Medien und je einen Abgeordneten im slowenischen Parlament. Für die Deutschen in Slowenien gibt es das alles nicht! Den Deutschen in Slowenien wird der Status einer autochthonen Volksgruppe nicht zuerkannt, obwohl sie auf eine 800-jährige Geschichte zurück blickt und über Jahrhunderte in Städten wie Marburg, Cilli, Pettau und in der Gottschee selbst noch in der Zwischenkriegszeit dominierend waren. Nach der brutalen Vertreibung durch Tito wurde das deutsche Leben in Slowenien kriminalisiert und blieb bis zur Wende verboten.




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