Wien, 22. Juni 2007/GE
Neues Referat für deutschsprachige Volksgruppen im Ausland
Außenministerium will Betreuung der Altösterreicher verbessern
Das Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten, sowie die österreichischen Vertretungsbehörden im Ausland engagieren sich seit Jahren für die Anliegen der deutschsprachigen Volksgruppen und deren Angehörige in der österreichischen Nachbarschaft. "Mit Hilfe der Schaffung eines eigenen Referates im Außenministerium wollen wir einerseits unser Engagement für die Angehörigen dieser Volksgruppen vertiefen, die Betreuung und innerösterreichische Koordination verbessern, sowie auch einen symbolischen Akt setzen, der unser fortlaufendes Engagement deutlicher zur Geltung bringt", sagte Staatssekretär Hans Winkler.
Der ÖVP-Nationalratsabgeordnete und Vertriebenensprecher Ing. Norbert Kapeller hatte sich in diesem Zusammenhang an das Außenministerium gewandt und ein Memorandum präsentiert, welches im Zuge der von ihm im "Gedenkjahr 2005" initiierten parlamentarischen Gedenkreisen in die Kronländer der ehemaligen Donaumonarchie erarbeitet wurde. Als einen Punkt führt dieses Memorandum die Etablierung einer Verbindungsstelle in Österreich an, welche sich um die Belange kümmert, die diese Minderheiten und die Republik Österreich gemeinsam betreffen. So freut sich Kapeller, dass die Initiative der Vertriebenensprecher aller Parteien für die Betreuung von deutschsprachigen Volksgruppen in der österreichischen Nachbarschaft vom Außenministerium aufgenommen wurde.
"Das neue Referat soll als Anlauf- und Koordinationsstelle für Anliegen deutschsprachiger Volksgruppen im Ausland, einschließlich deren Vereinigungen, dienen. Darüber hinaus wollen wir auch vermehrt Projekte im Kultur- und Wissenschaftsbereich fördern", so Winkler.
So soll die Zusammenarbeit mit Institutionen der deutschsprachigen Volksgruppen und anderen regionalen Partnern und Einrichtungen, insbesondere in Ostmittel- und Südosteuropa, wo historische Gemeinsamkeiten die Volksgruppe mit Österreich verbinden, gefördert werden. Weiters werden auch die Hilfestellung bei Minderheitenfragen, wie die Anerkennung und Förderung als autochthone Minderheit, die Unterstützung von Partnerschaften verschiedenster Art (Schulen, Städte, Institutionen, Vereine) und die Koordination für humanitäre Hilfe wesentliche Kernbereiche des neuen Referats sein.
Der 1. Stellvertretende Vorsitzende des Verbandes volksdeutscher Landsmannschaften Österreichs (VLÖ) und Bundesobmann der Sudetendeutschen Landsmannschaft in Österreich (SLÖ), Gerhard Zeihsel, begrüßt diese für die Zukunft der verbliebenen Landsleute wichtigen Betreuungsstelle des Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten.
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