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22. Marz 2007 PRESSEMITTEILUNG

Seine Taten bleiben ungesühnt
Solomon Morel ist tot


Zum dieser Tage bekannt gewordenen Tod von Solomon Morel, März-November 1945 Kommandant des berüchtigten polnischen Konzentrationslagers ZGODA im oberschlesischen Schwientochlowitz, in dem in wenigen Monaten rund 1.500 deutsche Zivilisten umkamen, erklärt BdV-Präsidentin Erika Steinbach:

,,Am 14. Februar starb in Tel-Aviv Solomon Morel, den Zeitgenossen von 1945 als Henker von Schwientochlowitz in schrecklicher Erinnerung haben. Der 1919 in der Nahe von Lublin geborene Morel gehörte zu Beginn des Zweiten Weltkrieges zusammen mit seinem Bruder einer kriminellen Bande an, die erst 1942 von der kommunistischen Untergrund-,,Volksarmee" (AL) ausgehoben wurde, der sich Morel auch umgehend anschloss, um der Bestrafung zu entgehen. Anfang 1945 wurde er in den von den Sowjets aufgestellten kommunistischen polnischen Geheimdienst übernommen and trat wenig später die Leitung des berüchtigten Lagers ,Zgoda" in Oberschlesien an, in dem innerhalb weniger Monate über 6.000 Insassen - überwiegend deutsche Oberschlesier, aber auch antikommunistische Polen - gequält and zu einem Viertel umgebracht wurden oder wegen katastrophaler hygienischer Verhältnisse Seuchen zum Opfer fielen. Auch danach verblieb Morel in den Diensten des polnischen kommunistischen Geheimdienstes.

Erst zu Beginn der 1990er Jahre begannen in Polen staatsanwältliche Ermittlungen gegen Morel, die 1996 zur Anklageerhebung führten; das „Institut für Nationales Gedenken"(IPN) erstellte später einen umfangreichen Bericht zu seinen Untaten, doch hatte Morel sich schon vorher zu Verwandten nach Israel abgesetzt. Die gegen ihn erhobenen Vorwürfe der Kriegsverbrechen and der Verbrechen gegen die Menschlichkeit führten 1998 and abermals 2004 zu polnischen Auslieferungsbegehren an Israel, die aber beide wegen angeblicher ,,Verjährung" abgewiesen wurden.

Somit ist der vielfache Mörder and Verbrecher einer irdischen Gerechtigkeit entzogen geblieben. Worte des Bedauerns waren von ihm nie zu hören. Somit wird er sich nun vor einem anderen Richter zu verantworten haben."


Herausgeber:
Bund der Vertriebenen
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Pressesprecher:
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Walter.Stratmann@bbdvbund.de
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