Wider den Ungeist: „deutschsprachig" ist kein ethnisches Merkmal
VLÖ fordert Ende dieser Diskriminierung!
Der Verband der volksdeutschen Landsmannschaften Österreichs (VLÖ) spricht sich vehement dagegen aus, die Angehörigen der deutschen Minderheiten in Ostmittel- und Südosteuropa ständig mit dem Attribut „deutschsprachig" zu beglücken. Der VLÖ erkennt darin die Diskriminierung einer Volksgruppe, der es anscheinend nicht mehr gestattet ist, ihr ethnisches Bekenntnis selbst zu bestimmen und sich zum eigenen Volkstum zu bekennen. Was seit über 800 Jahren gilt, nämlich das Bekenntnis zur „deutschen Identität" soll weiterhin Bestand haben dürfen und nicht von neuzeitlichen Kulturpäpsten im Dienste einer antifaschistischen Vergangenheitsbewältigung durch sprachliche Neukonstruktionen verdrängt werden.
Immer wieder wird im Zusammenhang mit den Deutschen in Rumänien, Tschechien, Polen, Slowenien, der Slowakei, Ungarn, Kroatien oder Serbien von „Deutschsprachigen" geschrieben, obwohl der Begriff „deutschsprachig" keine ethnische Identitätsgröße darstellt. Es ist eine Unart, von „deutschsprachigen Rumänen" oder von der „deutschsprachigen Minderheit in Tschechien" zu sprechen. Schließlich käme niemand auf die Idee, etwa den Begriff „Ungarnrumänen" zu verwenden oder von den „ungarnsprachigen Rumänen" zu berichten - hier wird sehr wohl von der „ungarischen Minderheit/Volksgruppe in Rumänien" oder von den „Ungarn in Rumänien" gesprochen. Ebenso wenig ist in Österreich von einer „kroatischsprachigen Minderheit" die Rede, sondern ausschließlich von „den Kroaten im Burgenland" oder von einer „kroatischen Minderheit/Volksgruppe".
Der VLÖ vertritt die Meinung, dass es etwa den Siebenbürger Sachsen in Rumänien überlassen sein sollte, selbst ihre ethnische Identität zu definieren, ohne dass sich neunmalkluge Schreiberlinge in Österreich anmaßen, diese Arbeit zu übernehmen. Und wenn sich in ähnlicher Art und Weise die Angehörigen der deutschen Volksgruppe in Tschechien oder die Schwaben in Ungarn, Serbien oder Kroatien als „Deutsche" verstehen und sich historisch wie kulturell zum „Deutschtum" bekennen, so ist das in einem Europa zu akzeptieren, das sich als „Summe seiner Völker und Sprachen" begreift.
